Damals & heute

Damals…

1952 fand die Familie Frese aus dem Baltikum eine neue Heimat auf den Immenhöfen. Neben der Landwirtschaft wurden schnell Feriengäste zu einem zweiten Standbein und der Baltenhof eine beliebte Destination für Urlauber die Ferien auf dem Ponyhof machen wollten.

…und heute

Nach fast 70 Jahren fühlen sich Ferien auf den Immenhöfen immer noch fast an wie ein Leben auf dem Ponyhof. Die Familie Frese lebt und arbeitet nun in der dritten Generation hier und hat 2019 mit dem Bau von drei Ferienhäusern alte Traditionen wieder aufleben lassen.

Erzähl doch mal…

Könnte der Hof mit der Hausnummer 4 auf den Immenhöfen Geschichten erzählen, so hätte er einiges aus den letzten 60 Jahren zu berichten. Nach dem II. Weltkrieg suchten Marie Luise und Friederich Frese, wie so viele Menschen die ihre Heimat verloren hatten, ein neues Zuhause. 1952, nach langer Flucht aus dem Baltikum und diversen Stationen auf dem Weg nach Westen bot sich ihnen die Chance auf den Immenhöfen bei Donaueschingen neu anzufangen – mit einem eigenen Stück Land und somit einem Stückchen Heimat.

Zu Beginn schlug sich die Familie mit den bescheidenen, landwirtschaftlichen Erträgen durch, doch schon bald wurden neue Einnahmequellen gesucht, um die sechsköpfige Familie mit den Kindern Barbara, Thomas, Michael und Christian, zu versorgen. So wurden Feriengäste im Wohnhaus einquartiert und es dauerte nicht lange, bis auch die ersten Ponys und Pferde auf dem sogenannten Baltenhof einzogen. Den Anfang machte Dorle, ein Fjordpferd das die älteste Tochter Barbara als Lohn für ihre Ausbildung erhielt und mit nach Hause brachte. Die Liebe zu den Vierbeinern lag aber schon vorher in der Familie – Fritz Frese war auf dem elterlichen Gut selbst mit Pferden groß geworden und vererbte seine Leidenschaft vor allem an seinen jüngsten Sohn Christian.

Nach dem frühen Tod des Familienvaters im Jahr 1972, der sich bis dahin um die Bewirtschaftung und den Aufbau des stark renovierungsbedürftigen Hofes kümmerte, mussten Marie Luise Frese und ihre vier Kinder, die alle von Beginn an ihren Beitrag auf den Immenhöfen leisteten, plötzlich allein zurecht kommen. So wurden die Pferde und Ponys zum zweiten Standbein und die Idee Reiterferien auf den Immenhöfe anzubieten, war geboren. Auch außerhalb der Ferienzeit kamen Kinder und Jugendliche auf den Baltenhof, der inzwischen als Schullandheim genutzt wurde.

Anfang der 1980er – inzwischen war klar, dass Christian, jüngster Sohn und der erste Frese, der auf den Immenhöfen geboren wurde, den Hof übernehmen sollte – setzte der Betrieb als Pensionsstall mehr und mehr aufs Pferd. Zwar wurde der Baltenhof zehn Jahre später als Aussiedlerheim nochmal für kurze Zeit zur vorübergehenden Station für Heimatsuchende aus dem Osten, aber spätestens ab Mitte der 1990er war klar, dass die Zukunft der Anlage auf dem Rücken der Pferde liegt. Inzwischen ist der Hof nicht nur ein Zuhause für mehr als 40 Pferde und Austragungsort des jährlichen internationalen Reitturniers „Fest der Pferde“, sondern auch ein echtes Stückchen Heimat für Uschi und Christian Frese und ihre drei Kinder Tina, Tim und Jan.

So ist auch die Nachfolge der kommenden Generation gesichert, denn Tim Frese, der älteste Sohn der Familie, wird die Landwirtschaft und den Betrieb übernehmen. Außerdem setzt er mit dem Bau von drei neuen Ferienhäusern bereits neue Akzente für die Zukunft und knüpft an vergangene Traditionen an. So sollen die Immenhöfe auch in Zukunft ein echtes Ferien-Zuhause bieten!

Der Pferdebetrieb wurde 2023 erweitert und im Sommer 2024 abgeschlossen. Dies wurde gefördert durch „Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des Ländlichen Raums (ELER)„. Damit entspricht der Pferdestall den heutigen Standards des Tierwohls.